Neues aus der Grazer Straße

Ungeduldig warten wir auf die Fertigstellung des neuen Spielplatzes in der Grazer Straße.

Bald heißt es: Anrutschen!

Updates folgen.

(Diese kleine Skizze zeigt, wo die Dächer und die Rutsche hinkommen werden)

Viele der Kinder aus unseren Flüchtlingswohnheimen besuchen die Grundschule Tiefenriede. Als im März 2018 der Zirkus für eine Woche den regulären Unterricht ersetzt, ist die Freude groß. Statt Deutsch und Mathematik, steht nun Akrobatik und Clownerie auf dem Stundenplan. Im Flüchtlingswohnheim spricht sich das schnell rum und überall üben die Kinder für die anstehende Show. Gemessen an den strahlenden Kinderaugen, die vor der Show fast vor Aufregung platzten, war die Projektwoche wohl ein voller Erfolg.

Deswegen wurde auch hier im Flüchtlingswohnheim die Werbetrommel gerührt und es konnte ermöglicht werden, den Eltern die Eintrittskarten aus Spendenmitteln zu erstatten, damit sie an den Abschlussveranstaltungen teilnehmen konnten.

Auch unsere Mitarbeiter waren gespannt und schickten zwei Kollegen sich die Show anzusehen. Wir waren schlichtweg begeistert von der tollen Performance, die die Kinder in Rekordzeit eingeübt haben.

Integration funktioniert nicht nur über das Auswendiglernen von Vokabeln und Grammatikbüffeln; es sind vor allem die kleinen besonderen Momente des Miteinanders, die uns Menschen verbinden.

Mit Paukenschlag und Ringtanz:
Bereits zum fünften Mal fand der Neujahrsempfang in der Gemeinde am Döhrener Turm statt.
Viele Gäste erfreuten sich an den musikalischen Beiträgen und Reden der gastgebenden Vereine und fanden sich anschließend zum geselligen Beisammensein im Foyer des Gemeindehauses zusammen.

Mit dabei waren die Flüchtlingswohnheime Hildesheimer Str. und Grazer Str., das GDA-Wohnstift Hannover-Waldhausen, der Kleingärtnerverein Tiefenriede e.V., der VfL Eintracht Hannover von 1848 e.V. und die Gemeinde am Döhrener Turm, um die Nachbarschaft und die gute Beziehung zu feiern. Der diesjährige Empfang stand unter dem Motto: „Musik verbindet Nachbarn, Generationen und Kulturen“.

Hier können Sie den Bericht der „Neuen Presse“ vom 25.01.2018 nachlesen: Wie Nachbarschaft integriert

Am Samstag, den 20.01.2018 war der Neujahresempfang des Stadtbezirkes Südstadt/Bult. Hier wurde unser Nachbar Thomas Schrader als langjähriger, nun ehemaliger Vorsitzender des Kleingartenvereins geehrt. Wir gratulieren herzlich dazu.

Irene Wegener beschrieb unseren langjährigen Nachbarn und Freund in ihrer Laudatio als offen, herzlich, kommunikativ und echten Integrationshelfer. Er heißt jeden willkommen.

(Foto: Torsten Lippelt)

v.l.: Irene Wegener, Eckhard Meese (stellv. Bezirksbürgermeister), Thomas Schrader, Lothar Pollähne (Bezirksbürgermeister)

Sollte man im Flüchtlingsheim Weihnachten feiern? Und wenn ja – wie?

Ganz einfach! Ein Grill, laute Musik und viel Essen. Dazu ein paar Weihnachtslieder, die von dem berichten was Weihnachts- und Winterzeit in Deutschland mit ausmacht, eine kleine Ansprache über den eigentlichen Grund von Weihnachten und dann kommt natürlich der … Clown.

Obwohl – gewartet wird auch hier auf jemand anderen. Die Kinderaugen strahlen, als der Weihnachtsmann endlich die große Halle betritt. Und schon ist Weihnachten gar nicht so anders als in anderen Häusern in der Vorweihnachtszeit.

In unserem Wohnheim in der Hildesheimer Straße bieten wir jeden Dienstag ab 17:00 Uhr ein freies Spieletreffen an. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bieten Spiel-, Spaß- und Lernangebote für die Kinder aus unserem Haus; je nach Wetter, Lust und Laune. Egal ob Kastanien sammeln in der Eilenriede, Memory spielen in unserem Kindergarten oder Vorlesen im Sitzkreis, gemacht wird was gefällt.

Für diese Spielabende suchen wir Freiwillige, die regelmäßig mitgestalten und mitspielen wollen. Es wäre wünschenswert, dass Sie bereits Erfahrung in der Arbeit mit Kindern haben.

Wenn Sie Interesse haben rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder kommen Sie einfach vorbei. Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe!

Tel: 0511. 98067-18  // E-Mail: helfen@efg-fluewo.de

 

Am 11.10.2017 findet eine Laptop-Schulung im Gruppenraum des Flüchtlingswohnheims Hildesheimer Straße statt.

Thomas Meyer und Eckhard von Knorre vom NachbarschaftsKreis Hannover Mitte werdenFlüchtlingen den Umgang mit dem Laptop erklären, speziell mit dem Betriebssystem Linux. Unter anderem soll es um die Bedienung der Schreibprogramme, Organisation von Dateien, sowie das Zurechtfinden mit Internet-Suchmaschinen gehen. Natürlich wird es auch Raum für Fragen und Probleme geben.

Die Aktion „Laptops für Flüchtlinge“ vom NachbarschaftsKreis bereitet gespendete Laptops auf um Sie an Flüchtlinge zu verteilen, die wegen Schule, Ausbildung oder Beruf auf einen Computer angewiesen sind.

Eingeladen sind alle Menschen, die bereits einen Laptop haben oder einen brauchen und mit dem Umgang noch Schwierigkeiten haben. Das Treffen beginnt um 17.00 Uhr und dauert ca. zwei Stunden.

Hier finden Sie weitere Informationen über das Projekt: Flyer Notebooks

 

  Bürgermeister Hermann führt Flüchtlinge aus unseren Wohnheimen durch das neue Rathaus

Auf Einladung von Bürgermeister Thomas Hermann hin besuchten sechs Bewohner und zwei Sprachpaten des Wohnheimes Hildesheimer Str. das Neue Rathaus. Nach einer freundlichen Begrüßung durch Herrn Hermann, war die erste überraschende Erfahrung, dass man in Deutschland tatsächlich einem Bürgermeister die Hand geben kann und alle Winkel eines Rathauses begehen darf.

Thomas Herrmann beschreibt den Blick über die Stadt

Die drei Schautafeln der historischen Entwicklung Hannovers erbrachten dann die nächste Feststellung. Auch Hannover hat mal klein angefangen, Entwicklung braucht Zeit und außerdem kann eine sehr zerstörte Stadt neu aufgebaut und noch schöner gemacht werden. Wenn man aus Syrien kommt eine hoffnungsvolle Feststellung. Es geht!

Nach einem Besuch in der ehemaligen Stadtkasse, stiegen wir auf das Dach der Rathauskuppel. Der sich dann ergebende Blick über die Stadt sorgte dafür, dass sich der eine oder andere in Hannover verliebte. „Ich liebe Hannover, es ist sehr schön!“ Eine wichtige Voraussetzung um hier anzukommen.

Ein tolles Event, dass sich wirklich gelohnt hat.

In der Kuppel verbirgt sich ein großer Raum

Quelle Titelbild: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/68/Neues_Rathaus_Hannover_abends.jpg

Am kommenden Donnerstag (14.09.) findet im Flüchtlingswohnheim in der Hildesheimer Str. ein neuer Abend in der Reihe „Eltern-Informationsabende für Geflüchtete“ statt.

Der Abend steht unter dem Motto „Eltern in Deutschland – Ihre Rechte und Pflichten“. Frau Beskow von der AWO Familienbildung wird mit den Eltern ins Gespräch über Themen wie Schulpflicht, Jugendamt, Aufsichtspflicht und Ähnliches gehen. Über den Verein für Flüchtlingsarbeit kargah e.V. kommen zwei Dolmetscher zu dem Abend, damit die Eltern den Inhalten problemlos folgen können. Für die Kinder ist eine Betreuung durch eine Sozialarbeiterin und zwei Ehrenamtliche eingerichtet.

Eingeladen sind alle Eltern der Flüchtlingswohnheime Hildesheimer und Grazer Str.. Weitere Interessierte melden sich bitte bei Herrn Bitting (efg-fluewo-bitting@o2mail.de) an.

Ziel dieser Elternabende ist es, die Eltern über Gesetze, Bestimmungen und Erwartungen, die sie betreffen, aufzuklären und sie damit zu unterstützen, in Deutschland ein selbstverantwortliches Leben zu führen.

Auch in unseren Flüchtlingswohnheimen haben die Ferienaktionen gestartet. Gestern ging der erste Ausflug zu dem „Park der Sinne“ in Laatzen. Zusammen mit sieben Kindern besuchten Debbie und Randolf den Mitmachgarten und konnten an verschiedenen Stationen mit Wasser spielen, sich im Hecken-Labyrinth verirren und Erdbeeren pflücken. Besonders faszinierend war eine Pflanze, die nach Cola gerochen hat.

An den vielen Picknickstellen wurde gemeinsam gegessen und auf den öffentlichen Toiletten konnten die Klamotten der Kinder getrocknet werden, die ein bisschen stürmisch an der Wasserstation gespielt hatten.

Für einige ausgewählte Aktionen werden die pädagogische Begleiterin Debbie und Begleiter Randolf alle Kinder, die wollen, an die Hand nehmen und verschiedene Orte Hannovers besuchen. Noch auf dem Plan stehen unter anderem ein Besuch bei der Feuerwehr und im Zoo.

 

Vor 25 Jahren gründete die Gemeinde am Döhrener Turm ihr erstes Flüchtlingswohnheim, liebevoll „Flüwo“ genannt. Seither sind über 3000 Geflüchtete hier betreut worden. Das war Anlass zum Feiern: Mit einem großen Festgottesdienst und einem Sommerfest würdigte die Gemeinde den großen persönlichen Einsatz von Haupt- und Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit der Gemeinde.

Thomas Hermann (SPD), Ratsvorsitzender und Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover (Bild oben), lobte in seinem Grußwort die Flüchtlingsarbeit am Döhrener Turm. Die langjährige Leiterin Irene Wegener sei stets eine kompetente Ansprechpartnerin für die Politik gewesen. Auch zukünftig sei damit zu rechnen, dass vermehrt Geflüchtete nach Deutschland kämen. „Wir sind eines der reichsten Länder der Welt. Wir können uns das leisten.“

„Wir haben einige Jahre im Flüwo gelebt, als ich noch klein war“, erinnert sich Nasrin Daudi aus Afghanistan. „Aber wir haben nie das Gefühl gehabt, heimatlos zu sein. Alle haben uns geholfen. Hier gab es keine Klassenunterschiede, alle waren so freundlich zu uns. Die Mitarbeiter waren unsere Vorbilder. Aber das größte Geschenk war diese Liebe und diese Barmherzigkeit.“

In seiner Predigt sagte Pastor i. R. Michael Borkowski, die Entscheidung von 2015 zur Grenzöffnung für Geflüchtete brauche immer wieder eine Nachjustierung, was die Umsetzung in der Integrationspolitik betreffe. Borkowski, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flüchtlingswohnheime ist, sagte, es mache ihn fassungslos, welchen Hass Rechtsradikale gegenüber Geflüchteten entwickelten. Natürlich sei man nicht blind gegenüber Schwierigkeiten. Geflüchtete könnten sowohl Opfer als auch Täter sein.

Der Auftrag von Christen sei es, Menschen zu helfen: „Motiviert vom Kraftfeld der Liebe Gottes begleiten wir Geflüchtete unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion und Vorgeschichte.“ Antrieb zur Flüchtlingsarbeit sei aber auch der Blick in die Zukunft, wie sie der 1. Petrusbrief beschreibt: „Ihr werdet euch aber freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erreicht.“ In der neuen Welt Gottes werde es keine Kriege, keine Ungerechtigkeit und keine Flüchtlingsnot mehr geben. Dann werde man Anerkennung von Gott empfangen für den Dienst in der Migrantenarbeit. Borkowski lobte in diesem Zusammenhang die engagierte Mitarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen im „Flüwo“: Putzdienst, Sprachunterricht, Beratung und Begleitung zu Ämtern, Organisation und Leitung, Wachdienst und nicht zuletzt Spenden für die Flüchtlingsarbeit seien unschätzbar wichtig für die geflüchteten Menschen.


Interviewrunde mit (v.l.) Martin Reckweg vom Flüwo-Unterstützerkreis, Pastor i. R. Uwe Kühne, der wesentlich zur Gründung des Flüwos beigetragen hatte, Horst Gabriel (Moderator), Noushin Naiem, eine ehemalige Bewohnerin und Henning Großmann (Pastor der Gemeinde am Döhrener Turm).


Irene Wegener, Leiterin der Flüchtlingswohnheime, nimmt ein Geschenk der Gemeindeleitung entgegen. V.l.n.r.: Michael Borkowski, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flüchtlingswohnheime, Irene Wegener, Beate Badel (stellv. Gemeindeleiterin), Marco Reuse (Gemeindeleiter)


Ekkehard Meese, Bezirksratsherr und stellv. Bezirksbürgermeister (Bündnis 90/Die Grünen) freut sich über die gute Vernetzung des Flüchtlingswohnheims im Stadtteil.


Marius Schrader, der 1. Vorsitzende des benachbarten Kleingärtnervereins Tiefenriede (li.) gratulierte dem „Flüwo“ gemeinsam mit seinem Vater Thomas Schrader zu vielen Jahren guter Kooperation.


Interessierte Zuhörerinnen


Prof. Dr. Wolfgang Reinbold, Beauftragter für Kirche und Islam der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und 1. Vorsitzender im Haus der Religionen (Hannover) gratulierte dem „Flüwo“ und sagte, die Arbeit strahle weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

Leonie Jael, Sängerin und Chorleiterin aus Hannover, sorgte zusammen mit Claus Feldmann (Piano) für den musikalischen Rahmen.

Wir vom Flüchtlingswohnheim in der Hildesheimer Straße möchten gerne eine Nachmittagsangebot für unsere Schulkinder schaffen. Die Idee ist, einmal in der Woche für ein paar Stunden eine Hausaufgabenbetreuung anzubieten.

Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte per E-Mail oder Telefon unter:

Koordination der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe

E-Mail:  helfen@efg-fluewo.de

Tel.: 0511/980670

Das Wohnheim Grazer Str. 5 ist gut und friedlich angelaufen. Die wohnliche Atmosphäre der Zimmer und Flure (80 x schön) wirkt weiter. Die Menschen sind nach den Erfahrungen des Lebens in den Turnhallen erleichtert und beginnen ihr soziales Leben neu zu strukturieren. Die Fahrradwerkstatt startet am 8.8.2016 und auch die Schach-AG beginnt in den nächsten Tagen.

Irene Wegener, die Leiterin der Flüchtlingswohnheime der Gemeinde am Döhrener Turm, ist am Donnerstag, 16. Juni 2016 mit der Plakette für Verdienste um die Landeshauptstadt Hannover ausgezeichnet worden. Der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Stefan Schostok, würdigte neun Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen Irene Wegener (2.v.l.). Mit ihr erhält zum ersten Mal ein Mitglied unserer Gemeinde die Ehrung und einen Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Hannover.

Seit 1993 leitet die diplomierte Sozialpädagogin und Sozialmanagerin Irene Wegener das Flüchtlingswohnheim an der Hildesheimer Straße. In diesem Jahr kam eine zweite Einrichtung in der Grazer Straße hinzu, so dass ihr Verantwortungsbereich nunmehr 45 Hauptamtliche und mehr als 90 Ehrenamtliche umfasst. Ihr langjähriges Engagement hat wesentlich zu einem integrationsfreundlichen Klima im Stadtteil beigetragen.

„Über die Jahre hat sich unser Wohnheim zu einem Pilotprojekt entwickelt,“ sagte Irene Wegener. „In den Auflagen der Stadtverwaltung zum Bau von Gemeinschaftsunterkünften werden wir als Standard genannt, an dem man sich orientieren soll. Das zeigt uns: Wir sind auf dem richtigen Weg.“ Motivation und Kraft für ihre Arbeit findet Irene Wegener in der Bibel: „Jeder Flüchtling ist ein Geschöpf Gottes, und wir können durch Menschlichkeit und Freundschaft ein wenig Leid lindern.“

Mit unserem Deutschhilfefond „Deutsch, ja bitte“ unterstützen wir durch vielfältige Ansätze unsere Bewohner darin, Deutsch zu lernen. Der Nothilfefond unterstützt in Momenten, wenn kein anderer Kostenträger mehr eintritt. Wenn unsere Bewohner beim Arzt, in der Schule, in der Ausländerstelle oder aber in anderen Situationen einen Übersetzer benötigen, der nicht durch Dritte bezahlt wird, treten wir ein.
Dann gibt es immer wieder Bedarf für allgemeine Verwendung wie Feste, Neuanschaffungen, Ausflüge u.a., die wir unseren Bewohnern gerne ermöglichen. Bitte helfen Sie uns mit einer Spende.

EFG-Flüchtlingswohnheim
IBAN DE97 5009 2100 0000 1675 17
GENODE51BH2

Bitte nennen Sie den „Spendenzweck“ und geben Sie Ihre Adresse für die Ausstellung der Spendenbescheinigung an.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Sie haben Interesse an ehrenamtlicher Mitarbeit in unseren Flüchtlingswohnheimen?

Unser Anliegen ist es, die vielfältigen ehrenamtlichen Tätigkeiten in unserer Arbeit gut miteinander zu verknüpfen und zu verbinden. Hierfür steht Ute Tönshoff als Ansprechperson zur Verfügung. Frau Tönshoff ist Mitglied der Kirchengemeinde am Döhrener Turm, welche die Trägerschaft des Flüchtlingswohnheimes seit vielen Jahren verantwortet.

Konkret suchen wir Helferinnen und Helfer für folgende Bereiche:

1.     Fahrradwerkstatt:
Im Flüchtlingswohnheim Grazer Straße wird eine Radwerkstatt entstehen. Wir benötigen Unterstützung im Vorfeld und später auch in der konkreten Umsetzung.

2.    Außenanlagen:
Wer gerne im Garten arbeitet, hat die Möglichkeit im Außenbereich des Heimes Grazer Straße aktiv zu werden. Es gibt viel zu tun. Der Einsatz ist stundenweise oder tageweise möglich.

3.    Bibliothek:
Im Heim Grazer Straße soll ein Leseraum/Bibliothek eingerichtet werden, in dem es neben den deutschsprachigen Büchern, Duden etc. auch Literatur in den Sprachen der Flüchtlinge geben soll. Ein Sozialarbeiter hat bereits mit Vorarbeiten begonnen und würde sich über Unterstützung freuen. Es geht darum, gemeinschaftlich den Raum einzurichten, Bücher zu suchen und das Projekt in die Umsetzung zu bringen.

4.    Welcome Dinner:
Die Initiative „Welcome Dinner Hannover“ vermittelt Flüchtlingen und Zugewanderten ein Abendessen bei Gastgebern in Hannover und Region. Das Team sucht Verstärkung: Helfen Sie mit, Geflüchtete einzuladen oder das Projekt bei Einheimische bekanntzumachen! Bitte nehmen Sie direkt Kontakt auf unter Telefon 0171. 1278486 oder per E-Mail: welcomedinnerhannover@gmail.com

 

Wenn  Sie Interesse an einem Ehrenamt haben, oder sogar schon Mitarbeiter/in sind, bitten wir Sie, Frau Tönshoff eine Mail zu schreiben oder sie anzurufen. Wir werden uns bemühen, zeitnah mit Ihnen in Kontakt zu treten, sodass wir gemeinsam weitere Verabredungen treffen können.

„Neue Wege – neue Welten!“ – Das Kinderfest der Oper Hannover

Am 24. Januar 2016 lud die Staatsoper Hannover zum Kinderfest ein und die Studierenden vom Weitblick e.V. Hannover, die immer montags eine Kommunikationsgruppe für die Bewohner und Bewohnerinnen der Unterkunft am Döhrener Turm anbieten, haben dieses Fest mit einer Gruppe von rund 20 Kindern besucht. Im Opernsaal warteten bereits ein Teil des Niedersächsischen Staatsorchesters und der kleine Vampir Heini, der die Besucher und Besucherinnen des Kinderfestes vor ein Rätsel stellte, welches sie gemeinsam mit der Hilfe vom ganzen Personal der Staatsoper Hannover lösen mussten. Es sollte ein Weg auf die Bühne gebracht werden, der den Protagonisten Maxi zu seiner geliebten Josefine zurückbringt, die er zuvor auf mysteriöse Weise verloren hatte.

In jedem Bereich konnten die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Oper die Hilfe der Kinder gebrauchen – beispielsweise beim Bauen einer Holzbank und beim Ausschneiden von Blumen für den Garten oder beim Basteln von Regenbogenfischen für das Meer. Die Kinder sangen, tanzten, malten, ließen sich schminken und durften sogar die Instrumente des Orchesters ausprobieren. All die kreative Arbeit der Kinder machte sich am Ende des Festes bezahlt und Maxi tritt gemeinsam mit dem Publikum den Weg an, der ihn durch einen märchenhaften Garten, durch das Meer, durch Berge und unheimliche Gewitter endlich zu seiner Josefine bringt.  Das Kinderfest ermöglichte einen tollen Einblick in das Operngeschehen und bot den Kindern zahlreiche Möglichkeiten zum Basteln, Singen, Tanzen und Musizieren.

Christoph Kolb

Dank der Unterstützung des Fachbereiches Jugend der Landeshauptstadt Hannover startet die hauptamtliche Kinderbetreuung im Wohnheim neu! Wir freuen uns über unsere beiden neuen Kolleginnen, die seit Dezember 2015 (mehr …)

Helfen macht Spaß: Persönliche Begegnungen, die bereichern:

„Uns geht es gut, wir haben viel von allem! Jetzt ist es Zeit zu teilen“, dachte ich. Ich nahm Kontakt zum Flüchtlingswohnheim auf. Seitdem kümmere ich mich um die Kinder einer syrischen Familie. Ich wollte abgeben, von dem, was wir im Überfluss haben und was woanders fehlt. Ich wollte weitergeben, was wir hier mit Leichtigkeit erlernen und was sich andere vielleicht schwer erkämpfen müssen.

Die persönlichen Begegnungen, die ich seitdem genießen darf, sind so herzlich und bereichern sehr: Wie schön ist es, mit den Kindern zu spielen und zu sehen, wie sie immer besser deutsch sprechen. Wie aufregend ist es, bei einem Ausflug Dinge zu entdecken, die für uns ganz alltäglich sind. Und wie wunderbar ist das Gefühl, bei einem Chai willkommen zu sein. Die Schicksale, die hinter der Flucht stecken und die Strapazen, die die Menschen auf sich genommen haben, kann man sich nur schwer vorstellen. Die tägliche Bedrohung durch den Krieg relativiert, was einem im Alltag manchmal Kopfzerbrechen bereitet. Wie oft ärgert man sich bei der Arbeit oder ist jeden Tag irgendwie immer im Stress. All das erscheint angesichts dieser Lebensgeschichten so nichtig.

Mir macht es große Freude, der Familie Dinge aus unserem ganz normalen Leben hier in Deutschland zu zeigen, um sie damit ein bisschen in unseren Alltag zu integrieren. Das kann ein Besuch beim Kinderfest sein, Drachen steigen lassen, auf dem Sportplatz toben, ein Besuch in der Oper, gemeinsam Lieder singen, schwimmen im Maschsee oder einfach nur ein Buch vorlesen. Dabei lerne aber auch ich sehr viel über die fremde Kultur und Lebensgewohnheiten – wie auf einer Reise in ein anderes Land. Vermutlich integrieren wir uns gegenseitig mit viel Freude, Neugier und Wertschätzung. Man darf das wohl als eine Win-Win-Situation bezeichnen. Was ich auch gelernt habe, ist, dass man sich gut kennenlernen kann, auch wenn man sich mit Sprache nur wenig verständigt. Für einen herzlichen Kontakt braucht man gar nicht viele Worte, das geht besonders gut über gemeinsame Erlebnisse.

Es gibt viele Wege, den Flüchtlingen einen guten Start in ihr Leben in Deutschland zu geben. Im direkten Kontakt z.B. beim deutsch lernen helfen, mit den Müttern kochen, mit den Kindern spielen, gemeinsame Unternehmungen, Kleider- oder Geldspenden oder indem man weitere Hilfsprojekte organisiert. Ich habe mich gefragt, wo meine persönlichen Stärken liegen und was ich gerne tue. Wenn ich das dann einsetze, macht helfen auch noch richtig Spaß! Bestimmt kann jeder etwas besonders gut oder hat von etwas besonders viel; Organisationstalent, Zeit, Wissen, Unternehmungslust, Spielfreude, materielle Werte…All dies verdoppelt sich, wenn man es teilt.

Ich dachte, ich würde abgeben, doch in Wirklichkeit bekomme ich ganz viel, das sich in Geld gar nicht ausdrücken lässt, nämlich herzliche Momente, die mich bereichern.

M.R.

Im Flüchtlingswohnheim am Döhrener Turm gibt es viele unterschiedliche Angebote, die eine verantwortungsvolle und integrative Begleitung der Geflüchteten sicherstellen. Einige Aktivitäten werden über Hauptamtliche oder Teilzeitkräfte realisiert und von der Stadt Hannover finanziert. Ein Großteil der Aktionen wird jedoch von freiwilligen Helfern realisiert, denen wir an dieser Stelle sehr herzlich für ihr Engagement danken.

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