Identität

Evangelisch

Eigentlich sind wir ganz normal evangelisch. Wie die Evangelische Kirche in Deutschland haben wir unsere theologischen Wurzeln in der Reformation. Damals entdeckten Martin Luther und Johannes Calvin unter verkrusteten kirchlichen Traditionen die gute Nachricht für alle, die Gott suchen: Es geht nicht darum, was wir tun. Es geht darum, was Gott tut. Nicht wir können uns den Weg zu Gott erarbeiten, sondern Gott hat in Jesus alles getan.

Freikirchlich

Und dann gibt es einige Themen und Prägungen, die uns konfessionell besonders ausmachen. Unseren Ursprung haben wir als Freikirche in der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts. Die Täuferbewegung der Nach-Reformationszeit, wie z.B. die Mennoniten, haben uns ebenso mitgeprägt. Diese Prozesse finden sich heute in dem wieder, was uns besonders macht:

Die Bibel als Gottes Wort und alleinige Regel und Richtschnur für Glauben und Leben.

Zurück zu den Wurzeln: Wir halten die Bibel für vertrauenswürdig. An ihr orientieren wir uns in Lebens- und Glaubensfragen. Die Bibel ist keine Gebrauchsanweisung für ein gutes Leben, sie ist kein Gesetzestext und kein Märchenbuch. Die Bibel enthält Gottes Geschichten mit den Menschen und durch die Bibel kann Gott in unser Leben sprechen. So werden die Worte der Bibel zu Gottes Worten für jeden einzelnen von uns.

Die Gemeinde der Gläubigen und der persönlich gelebte Glaube

Glaube ist immer etwas Persönliches. Niemand kann uns zwingen, an etwas zu glauben. Und deshalb ist es uns wichtig, dass wir unseren eigenen Glauben bezeugen können und uns freiwillig entscheiden, ein Leben als Christinnen und Christen zu führen. Wir wollen uns gegenseitig ermutigen, den persönlichen Glauben zu pflegen und die Beziehung zu Gott zu suchen.

Die Taufe auf das Bekenntnis des Glaubens

Die Taufe ist für uns ein öffentliches und äußeres Zeichen, dass ein Mensch zu Gott gehört und sein Leben als Christ leben möch. Gott hat ‚Ja‘ zu uns gesagt und in der Taufe antworten Menschen darauf. Deshalb taufen wir Menschen erst, wenn sie selbst ihren Glauben bezeugen können.

Das allgemeine Priestertum aller Gläubigen.

Das bedeutet Gleichberechtigung statt Ämterhierarchie. Das höchste Entscheidungsgremium sind die Mitglieder der Gemeinde, die basisdemokratisch wichtige Entscheidungen treffen. Wir glauben, dass jeder in der Gemeinde von Gott begabt und berufen ist, in der Gemeinde mitzuarbeiten. Dies bedeutet, dass alle Mitglieder Aufgaben bzw. Dienste wie Predigt oder Austeilung des Abendmahls ausüben dürfen. Und alle Dienste werden von Männern und Frauen wahrgenommen.

Die Selbständigkeit der Ortsgemeinde

Unsere Gemeinde gehört zu einem Bund von Evanglisch-Freikirchlichen Gemeinden und zur Evangelisch-Freikirchlichen Gesamtgemeinde Hannover. Jedoch ist jede Ortsgemeinde unabhägig voneinander. Das bedeutet zum Beispiel, dass jede Gemeinde entscheiden kann, welche Hauptamtlichen sie einstellt, wie sie ihre Gottesdienste feiert und welche theologischen Schwerpunkte sie setzen will.

Glaubens- und Gewissensfreiheit

Wir wollen Menschen ermutigen, einen mündigen Glauben zu entwickeln und sich mit Glaubensthemen auseinander zu setzen. Wir wissen, dass niemand von uns die Wahrheit hat, aber wir wollen immer mehr entdecken von dem, der die Wahrheit ist – Jesus Christus. Es gibt bei uns in der Gemeinde und in unserem Gemeindebund bewusst niemanden, der vorgibt, was die Einzelnen glauben sollen.

Trennung von Kirche und Staat

Wir glauben, dass Kirche und Staat unabhängig voneinander handeln sollen und ihre Meinung vertreten dürfen. Deshalb nehmen wir zum Beispiel keine Kirchensteuer ein, sondern finanzieren unser Gemeindeleben durch freiwillige Spenden. Natürlich interessiert uns das politische Geschehen. Deshalb wollen wir uns gemeinsam mit den politisch Verantwortlichen einsetzen für Mensch und Natur und so „der Stadt Bestes suchen“ (Jeremia 29,7)

Finanzierung allein durch freiwillige Spenden

Gott hat unser Leben reich beschenkt und wir wollen etwas von dem weitergeben, was wir bekommen haben. Einserseits tun wir das, indem wir unsere Gaben und Fähigkeiten einsetzen. Und anderseits, indem wir Geld für den Haushalt der Gemeinde spenden. Die Fianzierung des gesamten Gemeindelebens wird alleine durch die freiwilligen Spenden der Mitglieder und Freunde der Gemeinde getragen.