Flüchtlingswohnheim Hildesheimer Straße 161

Im Wohnheim Hildesheimer Straße ist Platz für 128 Personen in 30 Wohneinheiten. Hier leben vor allem Familien in Appartements von mindestens 45 Quadratmetern mit eigener Küche und Bad. Einzelpersonen leben in Wohngemeinschaften und haben ein eigenes Zimmer mit etwa 10 Quadratmetern.

Im Wohnheim Hildesheimer Straße sind 25 Hauptamtliche beschäftigt. Mitarbeitende aus den Bereichen Soziale Arbeit und Verwaltung kümmern sich um die Belange der Bewohner. Das Reinigungs- und Technikteam sorgt für ein sauberes und ansprechend behagliches Haus. Das Pfortendienstteam sichert den Frieden des Hauses nach innen und außen – und zwar rund um die Uhr.

Seit 2016 betreiben wir ein weiteres Haus als Flüchtlingswohnheim. In unmittelbarer Nähe zum Wohnheim Hildesheimer Straße konnte ein ehemaliges Seniorenheim umgebaut werden. Hier bieten wir seit 2016 weiteren 100 Geflüchtete eine Unterkunft.

In der Grazer Straße leben Familien und Einzelpersonen in 80 Einzel- und Doppelzimmern. Auch hier schaffen Reinigungs-, Technik- und Pfortendienste ein schönes vorübergehendes Zuhause. Und kompetete Sozialarbeiter begleiten die Bewohner.

Über Zimmer-Patenschaften im Rahmen der Aktion „80 x schön“ haben viele Menschen aus dem Stadtteil Waldhausen bei der Einrichtung des Wohnheims mitgewirkt. Sie stellten Teppiche, Bilder, Nachttischlampen, Kissen oder Bettüberwürfe zur Verfügung oder beteiligten sich mit einer Spende. So konnte eine über die reine Standardausrüstung hinaus eine gastfreundliche Atmosphäre geschaffen werden.

Von der Anerkennung als Asylbewerber bis zu einem selbständigen Leben im deutschen Alltag ist es ein langer Weg. Einige unserer ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohner erhalten deshalb als „Menschen mit besonderem sozialen Bedarf“ einen Platz in unserem Wohnprojekt Hildesheimer Straße 169.

In diesem Mehrfamilienhaus in direkter Nachbarschaft zum „Flüwo“ gibt es 12 Wohnungen. Hier leben Familien und Einzelpersonen mit dem Ziel, eine eigene Wohnung zu finden. Wenn sie ein Anliegen haben, können sie sich nach wie vor im „Flüwo“ Rat und Hilfe holen.

Familien, die neu in unsere Flüchtlingswohnheime einziehen, müssen oft viele Monate auf einen Kindergartenplatz warten. Aber wohin mit den lieben Kleinen, wenn Termine auf dem Amt oder beim Arzt anstehen?

Deshalb bieten wir montags bis freitags eine Kinderbetreuung an. Unsere geschulten Betreuerinnen Tara Abdulkarem und Shahen Raschid haben selbst einen Migrationshintergrund. Vom ersten Tag an lernen Jungen und Mädchen im Kindergartenalter bei ihnen erste Worte auf Deutsch, sie basteln, singen und haben viel Spaß miteinander. So werden die Eltern entlastet und die Kinder optimal gefördert.

Unser Kindergarten wird von der Landeshauptstadt Hannover finanziert.

Kinderbetreuung im Flüwo Hildesheimer Straße
montags bis freitags von 9:00 bis 13:00 Uhr

 

Viele Kinder aus unseren Flüchtlingswohnheimen gehen nach der Schule ins nahegelegene Schülerbistro – ein wichtiger Kooperationspartner für unsere Flüchtlingswohnheime. Das Schübi ist eine offene Kinder- und Jugendeinrichtung. Hier gibt es Mittagessen, Sprachförderung, Hausaufgabenhilfe, Spiele und Aktionen – auch während der Schulferien.

Träger dieser Einrichtung sind die Gemeinde am Döhrener Turm und der Jugendverband der Evangelischen Freikirchen in Hannover, kurz JEF. Finanziert wird das Angebot von der Stadt Hannover. Die Gemeinde am Döhrener Turm, in direkter Nachbarschaft unserer Flüwos, stellt für das Schübi ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und begleitet die Arbeit durch einen ehrenamtlichen Trägerkreis.

Weitere Infos und aktuelle Nachrichten gibt es hier >

Fahrradwerkstatt hat schon über 40 Fahrräder verteilt

Im Juli 2016 startete ein besonderes Integrationsprojekt in dem neuen Wohnheim der Gemeinde: eine Fahrradwerkstatt. Unter der ehrenamtlichen Leitung von Gerd Hesse treffen sich sowohl Flüchtlinge als auch Ehrenamtliche zum Flicken, Ölen, Schrauben und Verdrahten gebrauchter Räder.

„Seit unserem Start konnten wir schon über 40 Fahrräder verteilen“, berichtet Gerd Hesse. Die Räder sind für die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Wohnheime gedacht. Diese können einen Wunschzettel ausfüllen, auf dem sie angeben, welche Art von Fahrrad sie benötigen. Dann kommen sie auf eine Warteliste.

Für ihre neuen alten Fahrräder zahlen die Abnehmerinnen und Abnehmer einen kleinen Unkostenbeitrag. Das Groß an finanzieller Unterstützung wird durch Spenden gewonnen. Zum Start unterstützte beispielsweise der Integrationsbeirat Döhren-Wülfel das Projekt mit 2.000€. Von dem Geld können Ersatzteile gekauft werden. Denn, das ist Gerd Hesse sehr wichtig: „Wir teilen nur verkehrssichere Fahrräder aus.“

Auch wenn Fahrräder repariert werden müssen, steht die Fahrradwerkstatt den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung. Im Sinne von „Do-It-Yourself“ können sie das Werkzeug und das Know-How der Fahrad-AG nutzen.

Die gebrauchten Räder sind Spenden von Menschen aus Hannover und Umgebung. Die meisten Spender bringen die Fahrräder während der Öffnungszeiten vorbei. Aber in einzelnen Fällen können die Räder auch abgeholt werden.

Falls auch Sie gerade gedacht haben: „Das olle Ding in meiner Garage brauch‘ ich eigentlich nicht mehr“, dann überlegen Sie doch, ob Sie es unserer Fahrradwerkstatt zur Verfügung stellen wollen. Denn: Integration braucht Mobilität.

Fahrradwerkstatt im Flüwo Grazer Straße 5
30519 Hannover

Öffnungzeiten:
montags von 18:00 – 19:30 Uhr
dienstags von 19:30 – 21:00 Uhr

Kontakt Lutz Bagusch (Heimleiter Grazer Straße):
Tel: +49-511-92 09 13-0
Mail: bagusch@efg-fluewo.de

Aktueller Hinweis: Leider kann unser Lebensmittel-Hilfsangebot wegen der Pandemie zur Zeit nicht durchgeführt werden, weil zu viele Menschen bei der Lebensmittelausgabe aufeinander treffen. Wir wünschen uns, dass wir unsere Flüwo-Tafel bald wieder anbieten können.
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Über die Tafel werden 80 Haushalte in unseren Wohnheimen mit Lebensmitteln versorgt. Wir danken der Hannöverschen Tafel e.V. für die langjährige gute Zusammenarbeit. Zweimal pro Woche wird die Ausgabe von Lebensmitteln im Gruppenraum des Wohnheims von den beiden vorbereitet und durchgeführt. Der meist friedliche Ablauf ist dabei ein Ergebnis der jahrelangen Erfahrung der beiden. Die Arbeit die sie tun, hilft vielen Familien, die am finanziellen Existenzminimum leben, ihre täglichen Bedarfe zu decken.

Teil des deutschen Wohlstands ist, dass nicht alle produzierten Lebensmittel auch benötigt werden. Vieles von dem, was überproduziert wird landet im Müll –  oftmals lange bevor die Mindesthaltbarkeit überschritten ist. Die Tafel steht in Kooperation mit verschiedenen Einzelhändlern, Bäckern und Supermärkten, und fängt diese Lebensmittel ab um sie an hilfebedürftige Menschen in ganz Hannover zu verteilen. So auch das Selbstverständnis der Hannöverschen Tafel: „Mit unserem Engagement wollen wir eine Brücke bauen zwischen Überfluss und Bedürftigkeit unabhängig von Nationalität, Konfession oder politischer Überzeugung unserer Gäste.“

Man kann sogar von einem integrativen Nebeneffekt sprechen, den unsere Ehrenamtlichen mit ihrer Arbeit erreichen. Denn die Bewohnerinnen und Bewohner lernen auf diesem Weg auch ein Stück deutsche Küche kennen. Weißer Spargel war vielen unbekannt und wurde skeptisch beäugt. In solchen Fällen stehen die Helferinnen sehr gerne mit Kochtipps zur Seite.  Auch das Vollkornbrot – von vielen anfangs verschmäht – freut sich mittlerweile wachsender Beliebtheit.

Wir sind dankbar, dass unsere Bewohnerinnen und Bewohner von so vielen Seiten und Bereichen unserer Gesellschaft Hilfe erfahren, gesehen werden und in ihrer Lebenssituation nicht alleine gelassen werden.

Mithelfen?

Um eine möglichst große Flexibilität gewährleisten zu können, suchen wir für unser Team ständig weitere Mitarbeitende für die Lebensmittelausgabe im Flüwo. Wenn Sie sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit bei unserer Tafel interessieren, freuen wir uns auf Ihren Anruf bei unserer zuständigen Sozialarbeiterin Hannelore Ott-Stadlbauer unter Telefon: 0511. 980 67-0.

Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit unseren Partnerorganisationen:

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Ansprechpartner Flüchtlingswohnheime

Was dürfen wir für Sie tun? Nehmen Sie gern mit uns Kontakt auf. Telefonisch erreichen Sie uns während unserer Dienstzeiten: montags–donnerstags: 8:00–16:45 Uhr freitags: 8:00–15:15 Uhr. Nebenstehend bzw. unten finden…

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Ein sicherer Ort für geflüchtete Kinder:

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Hausaufgabenbetreuung, Spiel und Spaß (Kooperationsprojekt)

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