Vom sozialen Abseits zum Erfolg: Kindertreffpunkt butze 22 begleitet durch die Schule

Freitag, 9:30 Uhr: Hanna Ates, Leiterin der butze 22, bekommt einen Anruf von einer Lehrerin aus dem Butze-Freundeskreis: „Der Hassan* aus der 4c, der kommt doch auch zu euch in die Butze. Wir wissen gar nicht, wo er nach den Ferien hingehen wird.“ Offensichtlich haben seine Eltern noch nichts unternommen, um ihn für die 5. Klasse anzumelden. Aber es wird Zeit: Schon in 10 Tagen ist das Schuljahr zu Ende. Hanna Ates greift zum Telefon. Sie hat einen guten Draht zu Hassans Mutter: „Welche Schule kommt in Frage? Sollen wir dort anrufen?“ Eine halbe Stunde später ist die Sache geklärt: Hassan hat einen Platz an der IGS Kronsberg. Das informelle Netzwerk aus Unterstützern, das die Butze trägt, hat sich wieder einmal bewährt.

Das zeigte sich auch beim diesjährigen Butzefest: Gäste aus Hannover, ehemalige Butze-Kinder und sogar eine Studentengruppe aus Virginia/USA sind zu Gast. Nach einem sonnigen Start sorgte ein Gewitter dafür, dass die Gäste zum Kaffeetrinken in der Butze zusammenrückten, unter ihnen Frau v. Wrangell (Mehr Aktion für Kinder und Jugend e.V.), Frau Luther von der Bürgerstiftung Hannover, Bernd Rödel (Stadtbezirksbürgermeister), Judith Borinski, Gemeindeleitung der Gemeinde am Döhrener Turm und Dietmar Kluge, ehemaliger Gemeindeleiter der EFG Walderseestraße. Auch ehemalige Butzekinder waren dabei, darunter Mabsuda, jetzt mit Abitur in der Tasche, die spontan mithalf.

Hanna Ates, Leiterin der butze 22

 

*Name geändert