Rückblick: Buju 2018 – „Dieser Moment“

Es ist Dienstag, der 31. Juli 2018. Es ist 15 Uhr und es ist „dieser Moment“, als Lara und ich das Buju Festivalgelände in Otterndorf erreichen. Bereits im ersten Moment war ich bereits geflasht. Es ging gerade erst los, doch die Schlange bei der Anmeldung auf dem Gelände war gefühlt einen halben Kilometer lang, und so dauerte es etwas bis „dieser Moment“ kam, in dem wir in unserer Zeltstadt ankamen.

„Dieser Moment“ ist passenderweise das diesjährige Motto des Bundesjugendlagers, kurz Buju. Das Buju ist eine Festivalveranstaltung vom GJW (Gemeinde-Jugendwerk). Sie ist für Jugendliche ab 14 und junge Erwachsene und findet alle zwei Jahre statt. In diesem Jahr waren wir von Dienstag bis Samstag in Otterndorf, und es ist unser erstes Buju. Später treffen wir noch Joel in unserer Zeltstadt, aber Natalie, unsere Jugendpastorin, sehen wir erst am zweiten Tag, da hier einfach sehr viele Leute versammelt sind. Jede Zeltstadt bildet eine sogenannte Homezone und hat sich ein eigenes Thema gegeben, und so fährt unsere unter der Piratenflagge der Flying Dutchman.

Langeweile bekommt hier sicher keiner. An jedem Tag gibt eine lange Liste an freiwilligen Aktivitäten wie z.B. vormittags Bible Studies und Lobpreis als Alternative. Nachmittags kann man dann mit seinen Homies (Mitarbeiter der Homezone) über Dinge sprechen, die einem auf dem Herzen liegen, genannt Momentaufnahme. Zudem gibt es täglich Seminare bzw. Workshops. Wer dennoch lieber nur mit Freunden chillen will, liegt z.B. einfach am Elbdeich rum.

Gleich am ersten Abend „eskaliert“ das Buju so richtig, als unter dem Namen „Eskaliert“ der erste große Einsatz der Hauptbühne für die Predigt stattfindet. Im Rahmen des sogenannten Plenums hören wir jeden Abend eine andere interessante Predigt und Lobpreis von der Buju-Band.

 

Jeden Abend ab 22:30 h zeigt das Buju seinen Festivalcharakter, und es spielen tolle Bands und DJs, die man größtenteils sogar bei Spotify hören kann. Am ersten Abend legt DJ Faith seine fetten Beats auf und damit die Messlatte für den Anspruch an andere Bands extrem hoch. Wir jungen Leute haben ordentlich abgefeiert.

Nach der ersten doch ziemlich warmen Nacht im Zelt gab es nach der kühlen Dusche gab es schönes Frühstücksbuffet in unserem Piratennest und natürlich auch in den anderen Zeltstädten. Generell gab es immer gutes Essen, wie z.B. Burger mit Wedges. Wer zwischen den Mahlzeiten tatsächlich noch Appetit oder sogar Hunger hatte, konnte sich an einer der zahlreichen Fressbuden mit weiteren Leckereien eindecken. Falafelking, die McPom Burgerbude, der Dönerstore und der Pizzameister sorgen für Herzhaftes und für die Leute, die gerne süß essen gibt es den Crepes & Candy Stand.

Auch noch dazu gehören der Kreativraum, das Wiener Kaffeehaus, das Teezelt, die Abhängbar und die Beachbar. Natürlich wird nicht nur gegessen, sondern es gibt auch sportliche Aktivitäten wie die Nerfgrounds, bei denen man sich gegenseitig im Capture the Flag, Vorherrschaft oder Deathmatch mit kleinen Pfeilen abschießt, um zu gewinnen. Außerdem gibt es natürlich den Badebereich am See mit improvisierten aber sehr coolen Rutschen. Da gibt es auch noch für die Leute, die ihr Handy aufladen müssen, die Aufladestation, sofern man sein Handy denn dabei hatte.

Da dies ja ein christliches Festival ist, gibt es auch einen Gebetsweg am Deich und dem See, auf dem man sich alleine mit Gott befassen kann und falls jemanden mal etwas bedrücken sollte, gibt es das Seelsorgezelt.

Am zweiten Abend schallen die krassen Jumprock-Klänge von „Normal ist anders“ in den Abendhimmel, während am dritten Abend die „O`Bros“ das Festivalgelände mit ihren Rap-skills zum Feiern gebracht haben. Am letzten Abend spielt mein persönlicher Favorit: Die Band „Crossfya“, extra aus UK eingeflogen für’s Buju, haut uns ihr Album „you are my“ um die Ohren, und wir reagieren mit Tanzen und Nachahmen der vorgetanzten Moves. Seit diesem Abend steht Crossfya in meiner Spotify-Favoritenliste ganz weit oben.

 

Mein persönliches Highlight: Crossfya. Ich hätte nicht gedacht, das christliche Musik so festival- und partytauglich ist. Aber da ich das jetzt weiß, bin ich beim nächsten Buju in 2 Jahren definitiv wieder dabei.

Wer mir immer noch nicht glaubt, dass das Buju einfach ein hammermäßiges Erlebnis für junge Leute ist: gugschdu hier: https://www.buju.de/aftermovie/

Louis Severin