Impulse aus der Gemeindeklausur

„Begabt, begnadet, gesegnet.“ – Impulse aus der Gemeindeklausur

Über 100 Gemeindeleute waren nach Duderstadt gereist – Mitglieder und Freunde. Unter dem Motto „Siehe, ich will Neues schaffen – Aufbruch 2018“ hatte die Gemeindeleitung dazu eingeladen, Perspektiven zu entdecken, die Gott unserer Gemeinde geben möchte.

Gemeindeleiter Marco Reuse erläuterte in seiner Einführung am Freitagabend zunächst die Motivation, die „Geschichte“ hinter dem Perspektivprozess: „Unsere Gemeinde hat sich bereits verändert und verändert sich weiter. Das wollen wir uns bewusst machen und aktiv gestalten . ,Begabt, begnadet, gesegnet’ wollen wir uns auf den Weg machen.“ Weiter erklärte er, es sei eine Konzentration nötig, auf das, was Gott in uns hineingelegt habe. Mit ihm als Zentrum dürfe Neues ausprobiert werden. Und, ja, auch Fehler und Rückschläge seien erlaubt auf dem Wege.

Marco Reuse stellte verschiedene Leitlinien vor, die der Gemeinde als sicheres Geländer auf der Brücke zum Neuen dienen können. An diesem Wochenende solle etwas zu wachsen beginnen – eine Entwicklung, in der sich die Gemeinde Gott entgegenstrecke und sein Potential in uns entfalten lasse. Was kann einen solchen Prozess besser darstellen als die Verwandlung von Samenkörnern in blühende Blumen? Dazu verteilte Beate Badel Seedbombs (feste Erdkugeln mit Blumensamen) zusammen mit der biblischen Verheißung „Siehe, ich will Neues schaffen“.

Am Samstag vertiefte Pastor Henning Großmann den Impuls zum Aufbruch. Er stellte zunächst die zeitlose Identität und Aufgabe der Gemeinde dar: Mission, Lehre, Gemeinschaft, Anbetung und Diakonie. In unserer heutigen neuen Situation sei die alte Aufgabe neu zu konkretisieren. Und zwar von Menschen, die für Christus brennen. Nur wenn das Feuer des Heiligen Geistes in uns brenne, könne die Gemeinde Licht und Klarheit verbreiten. Aufbruch bedeute, dass das Feuer der Liebe uns antreibe – und nicht die Angst.

Konkret wurde es dann am Nachmittag. Um das Erfahrungs- und Ideenpotential aller Teilnehmenden angemessen zu nutzen, wurden an 13 Stationen in kleinen Gruppen Ideen und Aspekte zum Gemeindeleben diskutiert und zur späteren Auswertung aufgeschrieben. Anschließend versammelten sich die Teilnehmenden zu einer ausführlichen Gebetszeit in der Kapelle des Freizeitheims. Hier öffnete sich die Gemeinschaft für Gottes Impulse, um intensiv zu hören. Einige teilten ihre Eindrücke der Gruppe mit.

Im Gottesdienst am Sonntagmorgen erinnerte Henning Großmann daran, welche Angst Jesus ausgestanden habe in den Stunden vor seiner Verhaftung. Das mache Mut, ehrlich vor Gott zu treten und im Gebet auch Zweifel und Ängste auszudrücken. Viele Teilnehmende ließen sich segnen für ihre persönliche Situation und erlebten Stärkung durch die Gemeinschaft. Mit einem donnernden Applaus für die engagierte Gruppe der Kinderbetreuung klang die Gemeindeklausur aus.

Dieses Wochenende war ein motivierender Einstieg in den Perspektivprozess für unsere Gemeinde: „Siehe, ich will ein Neues schaffen. Jetzt wächst es auf. Erkennt ihr’s denn nicht?“

Fotos: Najem al Khalaf