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Kontakt:

Schülerbistro am Döhrener Turm

Ira von der Fecht

Hildesheimer Straße 179
30173 Hannover

Telefon:  0511 98 47 46 48

E-Mail:    schuelerbistro@efgadt.de

 

Öffnungszeiten

Mittwoch, Donnerstag, Freitag
13:00 bis 18:00 Uhr

Schülerbistro der Gemeinde am Döhrener Turm

 

 

Adventsfeier im Schübi

Herzliche Einladung

Das Schülerbistro lädt Jung und Alt herzlich ein zur

Adventsfeier am 11. Dezember 2014
um 16:00 bis 17:30 Uhr

Wir freuen uns über eine Zusage bis zum 5. Dezember

Euer Schübi-Team


„Viel mehr los als zu Hause“

Das Schülerbistro der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde am Döhrener Turm feierte seinen 15. Geburtstag - mit 90 Gästen, einer Hüpfburg und vielen ehrenamtlichen Helfern.

Am Freitag, 19. September, hat das Schülerbistro mit knapp 90 Gästen seinen 15. Geburtstag gefeiert. Viele Kinder und ihre Eltern, aber auch Besuch aus Politik und Gesellschaft bevölkerten das bunt geschmückte Außengelände mit Hüpfburg und Slackline, sowie den Cafébereich mit großem Kuchenbüffet drinnen. Grund zum Feiern gab es genug: Seit 1999 gibt es bereits die Einrichtung, in der die beiden fleissigen Luftballon-Helfer und viele andere Kinder aus Südstadt und Bult bis zu drei Nachmittage in der Woche verbringen. „Hier ist viel mehr los als zu Hause“, sagt Joel-Salvatore. „Und wir können die ganze Zeit draußen spielen.“

„Wir wollen einen Ort bieten, an dem die Kinder viel Spaß haben können, wo aber auch ihre Nöte gehört werden und sie sich frei entfalten können“, sagte Ira von der Fecht, die Leiterin des Schülerbistros, in ihrer kurzen Ansprache. Die studierte Kulturpädagogin organisiert seit 2011 das Nachmittagsprogramm. Sie dankte dem „tollen Team“ aus vielen Ehrenamtlichen sowie Jahreskräften aus dem Programm des Bundesfreiwilligendienstes. Die Eltern, darunter viele Alleinerziehende sowie Bewohner des Flüchtlingsheims an der Hildesheimer Straße, sind dankbar für die Arbeit. „Das Bistro ist eine ganz konkrete Verknüpfung mit der Flüchtlingsarbeit“, sagte Pastor Henning Großmann. So werden für die Kinder von Asylsuchenden im Schülerbistro auch Geburtstagsfeiern organisiert, zu denen sie Freunde einladen können. Im Flüchtlingswohnheim, ihrem beengten momentanen Zuhause, wäre das unmöglich.

In bunt angestrichenen Holzbuchstaben prangte der Schriftzug „15 Jahre Schülerbistro“ über der Eingangstür der Gemeinde. Ein Flüchtling aus dem Iran, ein gelernter Tischlermeister, hat ihn mit viel Liebe gestaltet. Das benachbarte Wohnstift Hannover-Waldhausen der Gesellschaft für Dienste im Alter (GDA) spendet an zwei Tagen eine warme Mahlzeit und steuerte zum Jubiläum Torten und Getränke bei. Eine Seniorin aus der Gemeinde hilft seit vielen Jahren in der Küche und kocht freitags gemeinsam mit den Kindern. Viele ehrenamtliche Helfer aus der Gemeinde haben ebenfalls zum Jubiläum gebacken und beim Aufbau und der Gästebetreuung geholfen. Zwei ehemalige „Schübi“-Kinder, Jeremias und Simon Scharfenberg, umrahmten mit Songs ihrer Band „jeremy bro“ den Nachmittag musikalisch. Und eine Capoeira-Gruppe zeigte den Kindern, wie man friedlich und kunstvoll Kampf und Tanz verbinden kann. Schülerbistro, das wurde ganz deutlich, ist ein Gemeinschaftsprojekt.

Regine Kramarek, Ratsfrau und Bürgermeisterin der Stadt Hannover, dankte den Bistro-Mitarbeitern in Vertretung von Oberbürgermeister Stefan Schostok: „Wir freuen uns auf viele weitere Jahre gute Zusammenarbeit. Es ist eine Freude, wie dicht an Kindern und Eltern hier gearbeitet wird.“ Rainer Zitzke, einer der Gründer des Bistros, hob Verlässlichkeit als einen wichtigen Wert hervor. „Kinder brauchen das, und finden es hier“, sagte er. Die langjährige Rückendeckung der Gemeinde und des Bezirksrates seien zudem beispielhaft.

Derya Cebeci kann das nur bestätigen. Ihre Tochter geht an zwei Tagen in der Woche zum Schülerbistro. „Sie fühlt sich dort total wohl“, sagt die alleinerziehende Mutter. Weil sie keinen Hortplatz für sie bekommen hat, weiß die berufstätige Cebeci ihre achtjährige Tochter so am Nachmittag gut aufgehoben: „Manchmal möchte sie gar nicht mehr nach Hause.“ Kinder ermutigen und stärken - genau das möchte Leiterin Ira von der Fecht: „Wenn ich in strahlende Kinderaugen blicke, ist das das schönste Lob.“

Alexander Nortrup (gekürzter Artikel)

An dieser Stelle möchte das Schübi-Team den Bäckerinnen und Bäckern, allen fleißigen Helfern aus der Gemeinde und dem Trägerkreis für das gelungene Fest danken. Insbesondere danken wir auch Darius und Ario für die handwerkliche Anfertigung des Schübi-Jubiläumsschriftzugs.

Auf viele weitere Jahre des Schülerbistros!

Gottes Segen wünscht Ira von der Fecht


Schübi?
Das Schülerbistro am Döhrener Turm, kurz Schübi, ist eine Lückekindereinrichtung, die sich an 8-14 jährige Kinder vornehmlich im Stadtbezirk Hannover Südstadt/Bult richtet. Als „Lückekinder“ werden Kinder bezeichnet, die nach Schulschluss –auch im Rahmen der aktuellen Entwicklung zur Ganztagsschule– auf ein Mittagessen und Hausaufgabenhilfe sowie Angebote zur nachmittäglichen Freizeitgestaltung angewiesen sind. 

Durch die Arbeit im Schübi erhalten die Kinder an drei Nachmittagen in der Woche ein pädagogisches Angebot, das auf christlichen Werten und sozialen Verhaltensweisen basiert. 

Angebote
In offenen Angeboten und Gruppenarbeit wird Integration gelebt, Gewalt- und Suchtprävention gefördert und die individuellen Persönlichkeiten der Kinder sowie ihre Sozialkompetenzen gestärkt. Dadurch werden die Kinder an eine sinnvolle und aktive Freizeitgestaltung herangeführt. Sie können ihre kreativen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten entwickeln und werden so stark gemacht für den schulischen und außerschulischen Alltag.

Unabhängig ihrer sozialen, kulturellen und religiösen Herkunft bietet das Schübi Schülerinnen und Schülern einen Treffpunkt mit offenen und niederschwelligen Angeboten. 

Gleichzeitig ist das Schübi eine Kontakt- und Anlaufstelle für Kinder, in der  Unterstützung, Information, Beratung, Hilfe und Förderung möglich sind. 

Die Mitarbeitenden bieten den Kindern neben ständigen Angeboten auch projektorientierte, zeitlich befristete oder themenorientierte Aktionen an.

Überblick über die ständigen Angebote:

  • Hilfen zur Förderung der Lernfähigkeit und bei der Bewältigung der Hausaufgaben (Lernwerkstatt)
  • Mittagstisch mit einer warmen Mahlzeit
  • regelmäßige Kinderkonferenzen, bei denen das Programm durch die Kinder mitentschieden und -gestaltet wird
  • spielerische, sportliche und kreative Aktivitäten im Innen- und Außenbereich 

Der Träger
Der Jugendverband der Evangelischen Freikirchen in Hannover, kurz JEF, ist Träger dieser Einrichtung, die von der Stadt Hannover finanziert wird. Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde am Döhrener Turm stellt für das Schübi ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und begleitet die Arbeit durch einen sogenannten Trägerkreis.