Film „No land’s song“: Sängerinnen kämpfen um Frauenrechte im Iran

Seit der Islamischen Revolution von 1979 ist es Frauen im Iran verboten, öffentlich Solo zu singen – zumindest vor einem männlichen Publikum.

Ein einziges Konzert kann eine Revolution bedeuten. Das deutsch-französisch-iranische Filmteam drehte vor Ort eine Dokumentation: „Die junge Komponistin Sara Najafi widersetzt sich der Zensur und den Tabus und ist fest entschlossen, in ihrer Heimatstadt Teheran ein offizielles Konzert für weibliche Solosängerinnen zu organisieren.

Um sich Unterstützung für diese große Herausforderung zu holen, laden Sara und die iranischen Sängerinnen Parvin Namazi und Sayeh Sodeyfi drei Sängerinnen aus Paris ein: Elise Caron, Jeanne Cherhal und Emel Mathlouthi. Sie sollen vor Ort an dem Musikprojekt mitarbeiten und dadurch eine musikalische Verbindung zwischen Frankreich und dem Iran wiederbeleben.“

NO LAND’S SONG ist ein Dokumentarfilm, der alles mitbringt, was man sich als Zuschauer im Kino wünscht: Eine Story mit klarem Ziel, Höhen und Tiefen, Rückschlägen und Glücks-momenten. Eine sympathische Protagonistin, um die sich nach und nach eine bunte Schar von Mitstreitern sammelt, die den Film durch ihre Eigenheiten bereichern und denen der Film genug Raum gibt, dass jeder einzelne auch als Individuum zur Geltung kommt. Zusammen bilden sie schließlich eine eingeschworene Gruppe, die für ihren Auftritt kämpft.

Es ist dieser Mut und diese Bereitschaft, bis zum Äußersten zu gehen, die in jeder Minute des Films spürbar ist. (…) Dazu erklingen immer wieder wunderschöne Melodien, eine Mischung aus traditionellen Weisen und neuen Kompositionen von Sara und anderen iranischen Künstlerinnen, die in ihrer Kraft und Stärke zu Tränen rühren. Und die zeigen, dass die Musik in ihrer Schönheit ein Geschenk für jeden Menschen ist. Unabhängig von Kultur und Geschlecht.

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„No land’s song“ Dokumentarfilm
Vielfach ausgezeichnet auf internationalen Filmfestspielen

Freitag, 26. Januar, 19:00 Uhr
Gemeinde am Döhrener Turm, Hildesheimer Str. 179, 30173 Hannover
mit einführenden Informationen und Interview zur Kultur im Iran
im Anschluss Austausch und Fingerfood